Palawan
Lost & Found: Unser Abenteuer startet ohne Nicoles Backpack
Angekommen nach einer gefühlt epischen Reise von Perth starteten wir unsere Philippinen-Rundreise direkt auf Palawan – genauer gesagt in Coron. Und die Philippinen dachten sich wohl: „Die zwei testen wir gleich mal.“ Am Gepäckband kam nämlich nur mein Backpack an. Nicoles? Fehlanzeige. Auch nach längerem Hoffen blieb der blaue Rucksack verschwunden. Am Schalter erklärte man uns dann ganz entspannt, dass das Flugzeug zu schwer war und man einfach Gepäck ausgeladen hat – unseres natürlich inklusive. Uns wurde versichert, dass es nachgeschickt wird. Spoiler: Das wurde eine längere Geschichte. Nicole startete ihr Abenteuer also erstmal ohne Gepäck.
Irgendwo im Ozean – aber immerhin mit WLAN
Die erste Nacht verbrachten wir in einem kleinen Hotel mit einem richtig starken Sonnenuntergang sogar der Hotelbesitzer war begeistert, was wohl ein gutes Zeichen ist. Am nächsten Morgen ging’s früh weiter Richtung Hafen: Fähre nach El Nido und danach direkt per Van nach Port Barton. Die Fähre fuhr pünktlich los, wir schliefen erstmal ein bisschen – und als wir aufwachten: immer noch nur Wasser. Eigentlich hätten wir längst da sein sollen. Das Lustigste daran: Mitten im Ozean hatten wir Internet, besser als teilweise in Australien. Irgendwann kamen wir dann doch an und hatten noch knapp Zeit für einen kurzen Essensstopp in einem süßen Café (natürlich von Nicole ausgesucht), bevor es fünf Stunden im Van weiterging.
Traumstrand, Quallen & ein ungeplanter Krankenhausbesuch
In Port Barton angekommen erwartete uns ein schönes Hotel direkt am Meer. Perfekt… bis auf die Tatsache, dass man wegen Quallen nicht ins Wasser durfte. Also Plan B: Cocktail in der Beachbar. Daraus wurde allerdings nichts, denn Nicole ging es plötzlich richtig schlecht. Zurück im Hotel wurde es immer schlimmer, bis wir schließlich doch ins „Krankenhaus“ gingen eher eine Wohnung mit improvisiertem Behandlungszimmer. Diagnose: Lebensmittelvergiftung. Sie bekam eine Infusion und musste fünf Stunden bleiben. Zum Glück ging es danach langsam wieder besser. Am nächsten Tag war zumindest ein kleiner Spaziergang drin, abends gab’s Essen ich hatte die besten Calamares meines Lebens, Nicole vorsichtshalber nur eine Schüssel Reis. Währenddessen war ihr Backpack übrigens auf Weltreise: erst Coron, dann Cebu, dann irgendwo… keiner wusste es so genau. Unser Hotel half uns zum Glück beim Nachtelefonieren (bei uns wurde konsequent nicht abgenommen), und man versprach uns, das Gepäck nach El Nido zu schicken. Wichtig, denn bald stand unsere Bootstour an – und aktuell lebte Nicole in meinen Shorts.
Mission Backpack: Vom Hoffnungslosen Trip zum Volltreffer
Zurück in El Nido mieteten wir direkt einen Roller und fuhren zu einem Strand für den Sonnenuntergang mein erstes Mal auf dem Roller seit Jahren, lief überraschend gut. Das Gepäck war natürlich immer noch nicht da. Also beschlossen wir spontan, einfach selbst zum Flughafen zu fahren. Erwartung: gleich null. Realität: Nach kurzer Wartezeit kam tatsächlich jemand mit dem Backpack um die Ecke. Nach vier Tagen! Nicole war überglücklich. Das nächste Problem: Wie transportiert man das Ding zu zweit auf einem Roller? Lösung: Tuk Tuk. Nicole fuhr mit dem Backpack (und ließ es keine Sekunde aus den Augen), ich hinterher auf dem Roller.
Lagunen, Nervenkitzel & blinkende Muscheln
Am nächsten Tag buchten wir eine Inselhopping-Tour in El Nido (Tour C) und wurden nicht enttäuscht: traumhafte Lagunen, Strände und ein richtig gutes Buffet. Manche Spots waren nur durch enge Felsspalten erreichbar, während das Meer einen dagegen drückte – etwas stressig, aber absolut worth it. Am nächsten Tag trennten sich unsere Wege kurz: Nicole machte Tour A mit Kajak-Abenteuer, ich ging tauchen und begegnete einer Disco-Muschel (ja, die blinkt wirklich). Die Tage vergingen viel zu schnell und bald ging es zurück nach Coron, diesmal per Bootstrip (eigene Story wert). Dort machten wir nochmal eine Tour mit neuen Freunden, gingen im Barracuda Lake baden, sahen ein japanisches Schiffswrack und unsere ersten Affen. Zum Abschluss retteten wir noch ein paar verlassene Babykatzen, die wir mit Hilfe von Einheimischen in sichere Hände geben konnten getauft wurden sie natürlich auf Nicole und Sascha.
Fazit: Palawan hat uns komplett abgeholt – Chaos, Abenteuer, Traumstrände und Geschichten ohne Ende. Genau so stellt man sich Reisen vor: ein bisschen Planung, viel Improvisation und mindestens ein verlorener Backpack 😄
Erstelle deine eigene Website mit Webador