Sydney

Veröffentlicht am 24. Jänner 2026 um 11:00

16.12.2025 Instant-Nudeln adé: Sydney wir sind da

Wir verbrachten eine ruhige Nacht und Nicole war am Morgen richtig erholt. Trotzdem holten wir uns noch einen Kaffee schliesslich stand die zweite Etappe Richtung Sydney bevor. Ich setzte mich für den Anfang ans Steuer, während Nicole den Job als Navigatorin übernahm. Und Sydney rückte Kilometer für Kilometer näher.

Die eine oder andere Pause legten wir natürlich auch ein zum Beine vertreten und um uns nochmals eine Bundaberg-Limonade zu gönnen. Zugegeben: Die schmeckt schon verdammt gut.
Was mich hier in Australien aber jedes Mal aufs Neue überrascht, ist der Verkehr. Man fährt gemütlich mit 110 km/h auf der Autobahn – und plötzlich gibt es eine Kreuzung, bei der andere Fahrzeuge einfach von Nebenstrassen über die Autobahn auf die andere Seite fahren. Man stelle sich das mal in der Schweiz vor… absolut unvorstellbar.

Nach gut sechs Stunden Autofahrt war es dann geschafft: Wir sind heil in Sydney angekommen. Das Mietfahrzeug gaben wir gleich heute ab wir brauchen es nicht mehr und hatten ehrlich gesagt auch keine Lust, in Sydney einen Parkplatz zu suchen. Es war ein treuer Begleiter und hat uns rund 2000 km sicher von A nach B gebracht. Danke, lieber Mietwagen.

Danach ging’s ganz Backpacker-mässig weiter: ab in den Zug und dann zu Fuss Richtung Hotel. Ich, sagen wir mal, nur mässig begeistert und noch nicht ganz eingespielt mit dem Gepäck. Nicole hingegen marschierte vorneweg, als hätte sie absolut nichts auf dem Rücken, bewundernswert. Am Ende waren wir aber beide froh, als wir das Hotel erreichten.

Viel mehr gibt es eigentlich nicht mehr zu erzählen: Wir gingen etwas Gutes essen und gönnten uns nach all den Instant-Nudeln und Sandwiches endlich wieder etwas Richtiges. Hochverdient, würden wir sagen.
Jetzt geht’s ab ins Bett es war eine wirklich lange Reise. Was wir morgen tun, wissen wir noch nicht. Was aber klar ist: Wir gehen frühstücken. Und hoffentlich gibt es für Nicole endlich mal wieder eine richtig gute Acai Bowl.

17.12.2025 Unser erster Tag in Sydney zwischen Opernhaus und Skyline

Unser erster voller Tag in Sydney. Eigentlich wollten wir früh los, um den Tag so richtig genießen zu können, unsere Körper verlangten allerdings noch etwas mehr Schlaf und wir starteten etwas später wie geplant in den Tag.

Dann ging es endlich los: Wir marschierten Richtung Opernhaus. Als Kind und auch als Erwachsener hatte ich es unzählige Male im Fernsehen an Silvester gesehen. Nach gut einer Stunde Fußmarsch stand ich nun selbst davor. Sehr eindrücklich, auch wenn es auf Bildern und im Fernsehen oft noch pompöser wirkt. Nichtsdestotrotz war die Kulisse beeindruckend: das Opernhaus im Vordergrund, gegenüber die Harbour Bridge und im Hintergrund die Skyline von Sydney. Wir ließen diesen Anblick eine Weile auf uns wirken und genossen den Moment.

Anschließend umrundeten wir das Opernhaus und machten uns auf den Weg zur Harbour Bridge. Diese überquerten wir, um die Skyline auch von der anderen Seite aus zu erleben. Vom Pier aus hatte man eine wunderschöne Sicht zurück auf das Opernhaus und die Stadt.

Nun war es Zeit, die Fähre zurückzunehmen und uns einem Apéro zu widmen. Ein „Happy Hour“-Schild lockte uns in eine Bar, wo wir zwei Hausweine und zwei kleine Vorspeisen bestellten.

Spontan beschlossen wir danach, noch auf den Sydney Tower Eye zu gehen. Von oben bot sich eine großartige Aussicht über die gesamte Stadt und das genau zur perfekten Golden Hour. Nicole und ich waren fasziniert von den vielen Facetten Sydneys: der große Hafen, der sich wie ein Fluss weiter ins Landesinnere zieht und immer wieder in kleine Buchten abzweigt, fast wie Fjorde. Dazu kommt der Stadtkern mit seinen Hochhäusern. Ich muss allerdings zugeben, dass ich mir die Skyline insgesamt etwas höher und größer vorgestellt hatte. Im Vergleich zu anderen Metropolen bleibt Sydney eher moderat in der Höhe

Langsam meldete sich der Hunger. Leider schließen hier viele Restaurants recht früh, sodass wir notgedrungen noch einmal asiatisch essen gingen sehr zum Leidwesen von Nicole, die davon langsam genug hatte. Mich störte es hingegen nicht.

Mit gefülltem Magen und nach rund 29.000 Schritten an diesem Tag waren wir schließlich ziemlich müde. Zurück im Hotel stellten wir dann noch fest, dass sich Nicole ihren ersten richtigen Sonnenbrand geholt hatte. Und das, obwohl sie mir täglich prädigte, den Sonnenschutz in Australien sehr ernst zu nehmen.

Morgen steht unser erster Strandtag an. Darauf freuen wir uns sehr, denn nach den letzten zwei Wochen mit durchgehend vollem Programm kommt ein entspannter Tag am Meer genau richtig.

18.12.2025 Erholung am Manly Beach ein Tag zum Durchatmen

Nach dem langen Marsch von gestern brauchte unser Körper etwas mehr Schlaf. Da ohnehin nur ein Strandtag geplant war, gönnten wir uns diese Pause auch ganz bewusst. Anschließend nahmen wir am Bahnhof den Zug Richtung Hafen und stiegen dort auf die Fähre nach Manly Beach um. Dieser gilt als einer der schönsten Strände in Sydney und zugegeben: Er ist wirklich wunderschön.

Leider spielte das Meer heute nicht ganz mit. Fast der gesamte Strandabschnitt war für Schwimmer gesperrt, bis auf einen kleinen Bereich. Ich ließ es mir dennoch nicht nehmen, zumindest bis zur Hüfte ins Wasser zu gehen. Viel weiter war allerdings nicht drin, denn das Wasser fühlte sich kaum wärmer als 15 Grad an. Bei Temperaturen um die 30 Grad tat die Abkühlung trotzdem richtig gut.

Wir genossen unseren ersten Tag ohne volles Programm sichtlich. Nicole blickte aufs Meer hinaus und genoss die Ruhe, während ich mich hinlegte und ein wenig vor mich hin döste. Vorbildlich hatten wir uns morgens natürlich eingecremt. Nach dem Schwimmen vergaß ich das Nachcremen allerdings was mir prompt von Nicole in Erinnerung gerufen wurde. Ich dachte mir nur: „Ach, Faktor 50 passt schon.“ Im Gegensatz zu früher schützte ich mich dieses Mal immerhin mit einem Hut und einem Tuch über den Schultern, nachdem Nicole sich am Vortag einen ordentlichen Sonnenbrand dort geholt hatte.

Am Abend dann die Überraschung: Keine verbrannten Schultern, dafür aber einen Sonnenbrand am Bauch. Nicht so schlimm wie bei Nicole, dafür sah es umso lustiger aus. Es wirkte fast so, als hätte ich ein Top getragen weiße Schultern dank Tuch und ein roter Bauch. Nun heißt es erst einmal Après-Soleil, und hoffentlich wird das Rot bald braun.

Am Abend machten wir uns fertig und gingen italienisch essen. Nicole war bei einem früheren Sydney-Besuch bereits in einem sehr guten italienischen Restaurant gewesen also war klar, dass wir dort noch einmal hinmüssen. Das Lokal heißt Totti’s. Reservieren konnten wir leider nicht, aber wir probierten unser Glück mit Erfolg. Nach kurzer Wartezeit bekamen wir einen Tisch.

Wir bestellten die typische Vorspeise, für die das Restaurant bekannt ist: ein Brot, das in einem traditionellen italienischen Holzofen aufgeht und anschließend mit Knoblauchöl übergossen wird. Dazu gab es einen Gurken-Stracciatella-Chili-Dip und natürlich eine Burrata. Danach teilten wir uns noch eine große Portion Pasta. Das Essen war wirklich hervorragend und tat Nicole nach den vielen asiatischen Mahlzeiten besonders gut. Mir schmeckte es natürlich ebenfalls ausgezeichnet.

So endete unser Tag glücklich und zufrieden, und wir sind gespannt auf morgen. Geplant ist ein Ausflug zum Bondi Beach mit anschließendem Beachwalk.

19.12.2025 Von Bondi nach Coogee ein heißer Beachwalk entlang Sydneys Küste

Heute stand erneut ein Strandtag an wobei man sagen muss, dass wir uns Strände und Meer heute erst verdienen mussten: mit einem Beachwalk. Startpunkt war der Bondi Beach, einer der bekanntesten Strände Sydneys. Von dort führt der Küstenweg entlang der Klippen bis zum Coogee Beach.

Für uns ging es zunächst mit Bus und Bahn zum Bondi Beach. Heute sollte der schönste Tag werden, den wir in Sydney erleben dürfen angekündigt waren stolze 38 Grad. Am Bondi Beach angekommen, gab es erst einmal Frühstück: Für Nicole eine Acai Bowl inklusive Flat White mit Extra-Shot, für mich ein Banh Mi und ein paar Frühlingsrollen. So unterschiedlich sieht unser Frühstück hier aus. Wir nahmen alles als Take-away mit und setzten uns unter die Bäume am Strand, da es in der Mittagssonne kaum auszuhalten war.

Nach dem Essen ging es los. Wir marschierten vorbei am berühmten Meerwasserpool des Bondi Beach, entlang der Klippen bis zur Spitze der Landzunge. Dort legten wir einen kurzen Halt ein, um ein paar schöne Fotos vom Bondi Beach zu schießen und einige Drohnenaufnahmen zu machen.

Der erste Strand auf unserem Weg war der Tamarama Beach ein wunderschöner, kleiner Strand eingebettet zwischen Bondi und Bronte Beach. Bei diesen Temperaturen durfte natürlich der erste Badestopp nicht fehlen. Auf einem Schild, das wir auf dem Weg zum Strand entdeckten, stand, die Wassertemperatur betrage 2 Grad. Uns war sofort klar, dass es sich um einen Schreibfehler handeln musste. Als wir jedoch ins Wasser gingen, stellten wir fest: Es war wirklich sehr kalt. Wir tippen auf maximal 17 Grad. Ich ließ es mir trotzdem nicht nehmen, komplett ins Wasser zu gehen, um mich abzukühlen lange hielt ich es allerdings nicht aus. Nicole begnügte sich damit, im Wasser zu stehen, was aber ebenfalls eine angenehme Abkühlung war.

Zurück bei unseren Sachen gab es erst einmal einen ordentlichen Schluck Wasser. Vor dem Walk hatten wir uns mit reichlich Wasser und zusätzlich mit Kokosnusswasser eingedeckt. Dieses Kokosnusswasser fanden wir beide nicht besonders gut. Ich füllte es in eine kleine Wasserflasche um, um Platz zu sparen, und gab sie Nicole. Ich dachte, sie hätte noch im Kopf, dass dort Kokosnusswasser drin war dem war allerdings nicht so. Sie nahm einen kräftigen Schluck in der Annahme, es sei normales Wasser. Ihre Reaktion war herrlich und ich amüsierte mich köstlich.

Nach der Abkühlung ging es weiter Richtung nächstem Strand. Plötzlich zogen dunkle Wolken auf und es begann leicht zu regnen. Einerseits tat das bei der Hitze sehr gut, andererseits ließ die ohnehin hohe Luftfeuchtigkeit dadurch noch weiter ansteigen.

Unser Weg führte uns vorbei am Bronte Beach, an der Gordons Bay und an zahlreichen Lookouts bis hin zum Clovelly Beach. Danach folgte noch ein kleiner Anstieg über einen Hügel mit Blick auf den Coogee Beach. Leider war es inzwischen bewölkt, was sich in den Farben des Meeres bemerkbar machte. Der Anblick war dennoch wunderschön.

Nach dem anstrengenden Walk ging es für uns mit dem Bus zurück. Im Hotel machten wir uns fertig und gingen trotz Regenschauern zu einem Steakhouse. Leider bekamen wir dort eine Absage, sodass wir spontan auf Plan B umsteigen mussten: ein gutes italienisches Restaurant. Wir bestellten Arancini, jeweils eine Pizza und dazu eine Flasche Weißwein.

So endete wieder ein schöner, wenn auch sehr anstrengender Tag. Morgen steht unser Markttag an wir planen, verschiedene Märkte in der Stadt zu besuchen. Damit war es das für heute. Bis morgen.

20.12.2025 Ein Tag am Hafen von Sydney: Genuss, Golden Hour und Weihnachtszauber

Heute war Markttag. Gestartet haben wir mit einem ausgiebigen Frühstück, das sich im Nachhinein allerdings als etwas zu viel herausgestellt hat. Für Nicole gab es eine Acai Bowl, während ich mich von einem Burger inspirieren ließ. Ich muss zugeben: Es war einer der besten Burger, die ich je gegessen habe.

Gestärkt machten wir uns anschließend auf den Weg zum Fischmarkt, der wie man es sich denken kann direkt beim Hafen von Sydney liegt. Es handelt sich um eine kleine, überschaubare Halle, in der man jegliche Art von Meereslebewesen kaufen oder auch gleich frisch zubereitet essen kann. Wir entschieden uns für eine Bento Box mit Thunfisch und Lachssashimi. Eigentlich wollten wir diese draußen an den Sitzplätzen genießen, doch bei all den Möwen und Pelikanen war mir das nicht ganz geheuer. Also gingen wir ein Stück weiter, setzten uns auf eine Wiese und genossen dort unser Essen. Das Sashimi war unglaublich frisch und zart einfach hervorragend.

Nach dem Essen nahmen wir die Fähre zurück Richtung Zentrum. Die Hitze machte uns heute ziemlich zu schaffen, es war extrem schwül. Im Anschluss schlenderten wir noch über einen Weihnachtsmarkt am Hafen und gönnten uns danach eine Pause beim angrenzenden botanischen Garten allerdings nicht im Garten selbst, da dieser leider abgesperrt war. Stattdessen setzten wir uns davor hin und genossen den Ausblick auf die Harbour Bridge und das Opernhaus. Genau an diesem Ort schreibe ich nun auch diesen Blog.

Plötzlich ertönte ein lautes Horn, gefolgt von einer richtigen Hornmelodie. Wir sahen, wie ein Kreuzfahrtschiff ablegte und langsam aus dem Hafen hinausfuhr ein beeindruckender Moment. Danach ging es weiter zu einem Aussichtspunkt, der eine noch bessere Sicht auf das Opernhaus und die gesamte Skyline bot. Diesen Ausblick wollten wir unbedingt zur Golden Hour genießen. Also setzten wir uns erneut auf eine Wiese, taten einfach mal nichts und ließen die tolle Skyline in der Abenddämmerung auf uns wirken.

Als die Sonne schließlich hinter der Skyline verschwunden war, machten wir uns auf den Weg zurück zum Hotel. Unterwegs kamen wir an einem großen Weihnachtsevent vorbei, bei dem wir kurz stehen blieben. Dabei wurde uns bewusst, dass in fünf Tagen bereits Weihnachten ist. Bei 30 Grad hier in Australien will allerdings noch keine richtige Weihnachtsstimmung aufkommen auch wenn alles festlich geschmückt ist und sogar Jogger im Weihnachtsmann-Outfit unterwegs sind und bereits „Merry Christmas“ wünschen.

Zum Abschluss des Tages gingen wir noch koreanisch essen, und dann war dieser erlebnisreiche Tag auch schon wieder vorbei.

21.12.2025 Ein Kapitel endet, das nächste beginnt

Unser letzter voller Tag in Sydney fühlte sich gleichzeitig ruhig und besonders an. Kein Zeitdruck, kein großes Programm einfach genießen. Nicole hatte wieder ein Frühstückslokal entdeckt, das perfekt zu diesem Gefühl passte.

Gut gestärkt ging es anschließend noch einmal zum Hafen, wo wir beobachteten, wie ein großes Schiff auslief. Es ist wirklich ein Spektakel, wie präzise und koordiniert das Ganze abläuft.

Danach schlenderten wir entspannt über den Weihnachtsmarkt ein surrealer Moment: Weihnachtsstimmung bei sommerlichen Temperaturen, mitten in Australien. Genau diese Gegensätze machen das Reisen so besonders. Schließlich ging es zurück ins Hotel, Koffer halb gepackt, Gedanken schon ein Stück weitergezogen.

Am Abend wartete das Highlight des Tages und ein kleines Déjà-vu. In dem Steakhaus, in dem wir ein paar Tage zuvor keinen Platz bekommen hatten, saßen wir nun endlich am Tisch. Eine großartige Vorspeise, zwei fantastische Steaks, dazu guter Wein und ein Nachtisch, der den Abend perfekt abrundete. Ein würdiger Abschluss für unsere Zeit in Sydney.

Damit ging ein Kapitel unserer Reise zu Ende. Doch das nächste steht bereits in den Startlöchern größer, wilder und völlig ungewiss. Unsere Campingzeit beginnt. Vor uns liegen lange Straßen, rote Erde, weite Landschaften und das Abenteuer Westaustralien. Wir werden in den Norden und in den Süden reisen, Weihnachten und Silvester irgendwo im Outback verbringen ohne festen Plan, nur mit Neugier und Vorfreude im Gepäck.

Wir wissen nicht, wo wir wann sein werden. Aber genau das fühlt sich gerade absolut richtig an.

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