13.12.2025 Start Great Ocean Road
Die Nacht im Tiny House zwischen Hühnern und Enten war überraschend ruhig und wir haben insgesamt gut geschlafen. Trotzdem habe ich für mich gemerkt: Das brauche ich nicht unbedingt noch einmal. So idyllisch das Ganze auch war ich bin ehrlich gesagt froh, wenn sich das Badezimmer im selben Raum befindet und man nachts nicht erst nach draussen muss. Eine Erfahrung reicher, aber einmal reicht😉 Nicole fand es natürlich super, inmitten von den ganzen Tieren zu übernachten.
Am Morgen machten wir uns auf den Weg zur Great Ocean Road einer der bekanntesten Küstenstrassen Australiens. Schon nach den ersten Kilometern war klar: Der Ruf dieser Route kommt nicht von ungefähr. Die Fahrt war traumhaft schön, mit spektakulären Ausblicken auf das Meer, steilen Klippen und immer wieder neuen Perspektiven, die einen zum Anhalten zwingen.
Ein ganz besonderer Moment folgte dann auch hier: Nicole entdeckte unseren ersten Koalabären. Ruhig sass er hoch oben in einem Baum, völlig entspannt und kaum beeindruckt von uns und pflückte sich seine Eukalyptusblättchen vom Baum. Damit ging wenig überraschend schon wieder eine Flasche Wein auf Nicoles Konto. Langsam wird das zu einer teuren Angelegenheit für mich.
Zwischendurch hielten wir immer wieder an weiten, fast endlosen Stränden. Diese Weite, der Wind, das Rauschen der Wellen genau das macht die Great Ocean Road so besonders. Trotz der vielen bekannten Spots findet man immer wieder ruhige Orte, an denen man einfach nur dasteht und staunt.
Am Abend erreichten wir unsere Unterkunft für die Nacht: Meine erste Nacht in einem Hostel. Wir hatten ein privates Zimmer, was den Einstieg deutlich angenehmer machte. Für Nicole war dies schon fast nobel, da sie sich von Hostel-Übernachtungen von 4- bis 16-Bettenzimmer schon alles gewohnt war. Ein kleines, aber für uns wichtiges Highlight war, dass wir zum ersten Mal auf dieser Reise Wäsche waschen konnten. Nach all den Kilometern und Abenteuern fühlte sich das fast schon luxuriös an.
Morgen setzen wir unsere Reise entlang der Great Ocean Road fort und steuern auf eines der absoluten Highlights zu: die Twelve Apostles. Für uns sind sie das Highlight der gesamten Strecke auch wenn wir die vielen anderen wunderschönen Orte unterwegs keinesfalls kleinreden wollen. Jeder Stopp, jede Aussicht und jeder Strand hat seine ganz eigene Magie, doch die imposanten Kalksteinfelsen, die majestätisch aus dem Meer ragen, üben eine ganz besondere Faszination aus. Wir sind schon jetzt voller Vorfreude auf die kommenden Momente, wenn wir direkt vor diesem Naturwunder stehen und die unglaubliche Kulisse auf uns wirken lassen können.
14.12.2025 Zwischen Riesenbäumen, Wasserfällen und den Twelve Apostles
Heute standen gleich mehrere Highlights auf dem Plan: The Beech Forest, Hopetoun Falls, Triplet Falls und natürlich die Twelve Apostles. Leider begann der Tag mit bedecktem Himmel, und wir beteten still zum Wettergott, dass es zumindest bei den Twelve Apostles sonnig sein möge.
Los ging es mit den vielen Spots im Wald. The Beech Forest, mitten im Otway Nationalpark, war einfach beeindruckend. Die Bäume erinnern stark an die Mammutbäume in Kalifornien und ragen über 100 Meter in die Höhe. Zusammen mit den riesigen Farnen entstand eine fast mystische Atmosphäre, die wir auf einem kleinen Spaziergang ganz bewusst auf uns wirken ließen.
Weiter ging es zu mehreren Wasserfällen. Lustigerweise ist es in Australien üblich, dass Hinweg und Rückweg unterschiedliche Routen sind, was die kleinen Wanderungen noch abwechslungsreicher macht. Zum Glück meinte es das Wetter langsam gut mit uns der Himmel begann aufzuklaren.
Dann war es soweit: unser Highlight, die Twelve Apostles. Schon die Anfahrt bereitete uns Vorfreude, doch angekommen, haute uns nicht nur der starke Wind, sondern auch diese atemberaubende Kulisse um. Und das Beste: die Sonne kam heraus, sodass wir die Felsen im perfekten Licht bestaunen konnten. Der Wind war allerdings heftig, Böen bis zu 70 km/h, die Sonnenbrillen vom Kopf wehten! Ich musste Nicole sogar festhalten, damit sie fotografieren konnte. Aber ehrlich gesagt bin ich froh über den Wind, denn so wurden die Wolken komplett weggeblasen, und die Sonne strahlte ungehindert.
Nach diesem überwältigenden Anblick fuhren wir weiter Richtung Loch Ard. Zuhause in unserer schönen Unterkunft heizten wir den Ofen ein und liessen den Tag bei einem Glas Weißwein vor dem Holzofen ausklingen.
Morgen stehen noch ein paar weitere Stopps an, bevor es zurück nach Melbourne geht, damit die Fahrt nach Sydney übermorgen nicht allzu lang wird.
In diesem Sinne: Gute Nacht und bis zum nächsten Abenteuer.
15.12.2025 Ein letzter Blick auf die wilde Küste
Der Wecker ist aktuell erbarmungslos. Wir freuen uns schon darauf, endlich einmal ohne Wecker aufzustehen aber heute ist das noch nicht drin. Wir wollen noch einmal zu den 4 Minuten entfernten Twelve Apostles fahren, in der Hoffnung, die Kulisse mit etwas weniger Wind genießen zu können.
Der Wind war zwar deutlich schwächer als am Vortag, dafür ließ das Wetter zu wünschen übrig: Ein dicht bedeckter Himmel lag über der Küste. Trotzdem genossen wir den Anblick dieses beeindruckenden Naturschauspiels noch einmal in vollen Zügen.
Anschließend ging es für uns weiter zur Thunder Cave, bevor wir unseren vorletzten Stopp ansteuerten: die London Bridge. Im Jahr 1990 ist hier ein Teil der Felsformation eingestürzt ein stilles Zeugnis der enormen Kraft des Meeres. Trotz dieses Verlusts hat der Ort nichts von seiner Magie verloren. Es war beeindruckend zu beobachten, wie sich die Wellen ihren Weg durch die Steinbögen bahnten.
Nun ging es weiter zu unserem letzten geplanten Stopp: The Grotto. Diese natürliche Felshöhle eröffnet von oben einen fast perfekten Blick auf das Meer, eingerahmt von Felswänden wie ein natürliches Fenster zur Küste. Da das Wetter alles andere als ruhig war und der Wind die ganze Nacht geblasen hatte, zeigte sich das Meer extrem unruhig. Große, kraftvolle Wellen machten das Schauspiel an diesem Ort noch einmal besonders eindrucksvoll.
Wir genossen diesen letzten Anblick, bevor es langsam dem Ende der Great Ocean Road entgegenging. Nicole entdeckte noch einen wunderschönen Spot, den wir unbedingt ansteuern wollten. Es war eine kleine, abgelegene und ruhige Bucht mit einem traumhaften Strand der perfekte Abschluss unserer Reise entlang der Great Ocean Road.
Diese Straße hat einen bleibenden Eindruck bei uns hinterlassen. Diese Erinnerungen werden uns noch lange begleiten.
Nun führt uns die Reise auf einem anderen Weg zurück, vorbei an Melbourne in Richtung Sydney. Rund 1.100 Kilometer liegen vor uns. Die Strecke werden wir jedoch aufteilen und unterwegs noch einmal übernachten.
Jetzt geht es für uns ins Bett. Morgen nehmen wir den zweiten Teil der Strecke in Angriff, bevor es schließlich heißt: Welcome Sydney
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