Siragao

Veröffentlicht am 3. April 2026 um 04:10

Holpriger Start auf Siragao

Der Start auf der Insel löste bei Nicole sofort wieder Flashbacks wegen ihres Backpacks aus. Nach der Landung wartete ich am Gepäckband auf unsere Sachen, als ich sah, wie eine Person ein Backpack nahm und damit Richtung Ausgang ging. Ich dachte mir noch, dass es ihres sein könnte, war mir aber nicht ganz sicher, da die Form nicht ganz exakt passte. Statt nachzufragen, beobachtete ich nur, wie die Person den Flughafen verließ.

Kurz darauf kam der Mann tatsächlich zurück in diesem Moment wusste ich sofort: Das ist Nicoles Backpack. Ich sprach ihn direkt an und sagte: „Hey, das ist unser Gepäck.“ Er entschuldigte sich mehrfach. Genau in diesem Moment kam auch Nicole zurück und bekam die Situation mit. Ein ziemlich aufregender Start für unsere Zeit auf der Insel. Draußen mussten wir dann noch wie üblich die Inselgebühr bezahlen, die auf vielen Inseln anfällt. Danach konnte unser Abenteuer endlich richtig beginnen.

Ankommen und erste Erkundungen

Müde, aber glücklich erreichten wir unsere Unterkunft und sie war mit Abstand die beste, die wir bisher auf den Philippinen hatten. Nach einem leckeren Abendessen im Hotel fielen wir erschöpft ins Bett.

Am nächsten Tag mieteten wir uns wieder einen Roller, um die Insel zu erkunden. Siargao wird oft als das „zweite Bali“ bezeichnet und genau so fühlte es sich auch an. Die Insel ist besonders bei Surfern bekannt, weshalb wir zunächst einen berühmten Surfspot besuchten und den Surfern zusahen. Danach fuhren wir einfach drauflos zu einem abgelegenen Strand. Die Freiheit, überall hinfahren zu können, genossen wir in vollen Zügen. Der Strand war traumhaft schön, und wir verbrachten einige entspannte Stunden am Meer.

Entspannung, Natur und Abenteuer

Wie fast jeden Abend gönnten wir uns anschließend eine Massage einfach herrlich, sich nach einem erlebnisreichen Tag verwöhnen zu lassen. Die Insel ist außerdem berühmt für ihre unzähligen Palmen ganze Wälder davon, die einfach beeindruckend und wunderschön sind.

In den nächsten Tagen ging ich zweimal tauchen und erkundete die Unterwasserwelt von Siargao. Zwar ist sie nicht mit El Nido vergleichbar, hatte aber dennoch ihren ganz eigenen Charme besonders der Unterwassercanyon war ein Highlight.

Nach drei entspannten Nächten wechselten wir die Unterkunft, da wir spontan beschlossen, länger auf der Insel zu bleiben. Auch die zweite Unterkunft war schön, allerdings ließ das Bett etwas zu wünschen übrig. An einem Tag fuhren wir einmal komplett um die Insel und besuchten dabei auch einen Wasserfall. Dieser war jedoch wie erwartet nicht besonders spektakulär, da Siargao nicht für seine Wasserfälle bekannt ist.

Spontan buchten wir unterwegs noch eine Kajaktour auf einem Fluss. Dabei wurden wir bis zur Quelle gebracht, wo man sogar hätte baden können. Allerdings musste man ganz wie auf der Post eine Nummer ziehen und etwa eine Stunde warten. Das war es uns dann doch nicht wert, also verzichteten wir auf das Bad und paddelten entspannt zurück zu unserem Roller.

Abenteuer Sahotun Cove

Ein weiteres Highlight war unser Ausflug von Siargao nach Sohoton Cove. Die Anreise allein war schon ein kleines Abenteuer: Zuerst wurden wir mit dem Bus abgeholt, dann ging es mit dem Boot weiter zu einer Insel, wo bereits der nächste Bus auf uns wartete. Von dort aus fuhren wir weiter nach Sohoton Cove, wo wir erneut auf ein Boot umstiegen.

Unser erster Stopp war eine Quallen-Sanctuary. Es war unglaublich faszinierend, zwischen den Quallen zu schwimmen und sie sogar berühren zu können ganz ohne Angst vor Schmerzen.

Danach ging es in eine Höhle, die wir in kompletter Dunkelheit erkundeten. An einer Stelle hieß es: Luft anhalten, Hände nach vorne und unter einem Felsen durchtauchen. Ein Guide schob uns von hinten, während uns vorne jemand auffing. Dieses Gefühl, im Dunkeln unter Wasser zu sein, war definitiv nichts für schwache Nerven.

Oben angekommen mussten wir aus etwa drei Metern Höhe ins Wasser springen, um wieder zurück zum Boot zu gelangen.

Für den letzten Stopp hatte Nicole bereits in der Quallenlagune „trainiert“ denn hier mussten wir erneut die Luft anhalten. Der Eingang zur Höhle lag wegen der Flut komplett unter Wasser, sodass wir nur tauchend hineinkamen. Der Guide drückte uns am Kopf Unterwasser und tauchte mit uns dann unter dem Eingang durch.

Im Inneren erwartete uns ein magischer Anblick: leuchtendes, grünes Plankton. Es war ein faszinierendes Naturschauspiel und ein perfekter Abschluss dieses Abenteuers.

Abschied von Siargao

Damit ging unser Abenteuer auf Siargao langsam zu Ende. Die Insel hat uns mit ihrer entspannten Atmosphäre, der wunderschönen Natur und den vielen kleinen Erlebnissen absolut begeistert und wird uns definitiv in bester Erinnerung bleiben.

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