Tatacoa-Wüste

Veröffentlicht am 17. April 2026 um 07:04

Ankunft in der Tatacoa-Wüste

Einer unserer letzten grösseren Stopps war die Tatacoa-Wüste. Diese erreichten wir mit dem Nachtbus von Salento und diesmal sogar pünktlich. Die Fahrt war komplett anders als unsere erste Nachtbus-Erfahrung: Der Bus war riesig, modern und sogar ein Doppelstöckerbus. Trotzdem konnte ich kaum schlafen, weil die Klimaanlage im Bus unglaublich kalt wurde.

Am Morgen ging es dann direkt mit dem Taxi weiter in Richtung Wüste. Müde, aber glücklich, kamen wir in unserer Unterkunft an. Zu unserer Freude konnten wir bereits um 7 Uhr morgens ins Zimmer, obwohl der Check-in eigentlich viel später gewesen wäre. Diese Gelegenheit nutzten wir natürlich sofort und legten uns noch einmal für ein paar Stunden schlafen.

Durch die rote und graue Wüste

Nach einem kurzen Powernap machten wir uns dank eines super Tipps von einem Reiseführer, der selbst gerade unterwegs war, direkt auf den Weg in die Wüste. Die Tatacoa-Wüste ist übrigens gar keine echte Sandwüste, sondern eine trockene Tropenlandschaft mit spektakulären Felsformationen, Kakteen und tiefen Schluchten. Sie gehört zu den eindrucksvollsten Naturgebieten Kolumbiens.

Mit dem Tuk Tuk wurden wir zuerst in die rote Wüste gebracht den bekanntesten Teil der Tatacoa. Dort leuchten die Felsen und Canyons in intensiven Rot- und Orangetönen, was durch eisenhaltige Sedimente entstanden ist. Die Landschaft wirkte fast wie aus einer anderen Welt. Am Ende der Strecke wurden wir ausgeladen und sollten uns einige Fixpunkte merken, da wir an einer anderen Stelle wieder herauskommen würden. Klingt einfach dachten wir zumindest. Beim Wandern verliefen wir uns nämlich erst einmal ein wenig. Zum Glück sahen wir dann von weitem unseren Tuk Tuk-Fahrer auf einem Hügel stehen und uns zuwinken.

Danach ging es weiter in die graue Wüste. Diese wirkte nochmals ganz anders: felsiger, ruhiger und mit beeindruckenden grauen Formationen. Obwohl uns die rote Wüste persönlich besser gefallen hat, war auch dieser Teil absolut sehenswert und faszinierend zu Fuss zu erkunden.

Sternenhimmel über der Wüste

Später machten wir noch Halt bei einem kleinen Pool, der mitten in der Wüste angelegt wurde. Dort gönnten wir uns eine Pause, setzten uns etwas hin und kühlten uns ab ins Wasser gingen wir allerdings nicht. Danach hiess es zurück zur Unterkunft, etwas essen und kurz ausruhen, bevor es am Abend weiter zur Sternwarte ging.

Zum Glück lag diese direkt neben unserem Hotel und war bequem zu Fuss erreichbar. Als wir ankamen, standen dort bereits mehrere grosse Reisebusse, was mich zuerst etwas skeptisch machte. Doch das Gelände war gross genug, sodass alle Platz hatten. Auf einem grossen Kunstrasen konnten wir uns hinlegen und den Nachthimmel beobachten. Leider war der Himmel nicht komplett wolkenlos und da die Erklärungen nur auf Spanisch waren, verstanden wir kaum etwas. Trotzdem war es ein wunderschönes Erlebnis, einfach in Ruhe unter den Sternen zu liegen.

Zum Abschluss durften wir noch durch ein grosses Teleskop schauen und die Sterne und Sternbilder aus nächster Nähe betrachten. Danach hiess es nur noch: ab ins Bett. Wir waren seit dem frühen Morgen auf den Beinen. Am nächsten Tag ging es für uns bereits weiter zu unserem letzten Stopp: Bogotá.