Ankunft in Medellín Zwischen Bergen und ersten Eindrücken
Der Flug von Santa Marta nach Medellín war etwas turbulent, was vor allem an der besonderen Lage der Stadt zwischen den Bergen liegt. Dennoch verlief alles gut und wir landeten sicher in Medellín. Vom Flughafen aus ging es direkt weiter in die Stadt.
Wir hatten uns bewusst ein Hotel in einer besseren Gegend gebucht, da Medellín zwar in den letzten Jahren deutlich sicherer geworden ist, man aber dennoch vorsichtig sein sollte. Nach dem Einchecken und Gepäck ablegen ging es für uns direkt los, die Stadt zu erkunden.
Spaziergang durch El Poblado – Kunst an jeder Ecke
Unser erster Spaziergang führte uns durch das Viertel El Poblado. Hier gibt es unzählige Graffitis zu entdecken, die das Stadtbild prägen und Medellín einen ganz besonderen Charakter verleihen.
Die Mischung aus moderner Stadt, Street Art und lebendigem Treiben hat uns direkt begeistert und war der perfekte Einstieg in unseren Aufenthalt.
Comuna 13 – Vom Brennpunkt zum Hoffnungsträger
Am nächsten Tag stand eine Tour durch die berühmte Comuna 13 auf dem Programm. Dieses Viertel galt früher als eines der gefährlichsten in ganz Kolumbien. Gewalt, Drogenkriege und militärische Einsätze prägten lange das Leben der Bewohner.
Heute hat sich die Comuna 13 jedoch stark gewandelt. Durch soziale Projekte, Kunst und vor allem die berühmten Rolltreppen wurde das Viertel zu einem Symbol für Wandel und Hoffnung. Während der Tour erfuhren wir viel über die Vergangenheit, unter anderem über die Zeit der Drogenkartelle rund um Pablo Escobar. Noch heute sind Einschusslöcher an manchen Wänden sichtbar.
Besonders beeindruckend waren die vielen Graffitis, die Geschichten erzählen und die Vergangenheit sowie den Wandel des Viertels widerspiegeln. Auch Tanz- und Rapshows gehörten zur Tour und zeigten, wie viel Lebensfreude und Kreativität heute in der Comuna steckt. Es war schön zu sehen, dass die Menschen hier wieder Perspektiven haben und ein normales Leben führen können.
Hoch hinaus – Mit Seilbahn und Metro in die Berge
Am darauffolgenden Tag ging es für uns in einen Park oberhalb von Medellín. Die Anreise war dabei schon ein echtes Highlight: Zuerst mit der Metro und anschließend mit der Gondelbahn den Berg hinauf.
Während der Fahrt hatten wir einen beeindruckenden Blick auf die dicht bebauten Comunas. Die Häuser sind hier oft eng aneinander und übereinander gebaut ein Bild, das man so schnell nicht vergisst. Oben angekommen machten wir einen kleinen Rundweg durch die Natur.
Nicole hatte die Temperaturen etwas unterschätzt und war nicht ganz passend gekleidet unterwegs, aber wir meisterten auch das gemeinsam. Zurück ging es dann abenteuerlich mit dem Bus in die Stadt.
Kulinarik in Medellín – Genuss pur
Wie in fast allen Städten auf unserer Reise haben wir auch in Medellín unglaublich gut gegessen. Die Vielfalt und Qualität der Speisen haben uns immer wieder begeistert.
Das war auch wichtig, denn ein weiteres Highlight stand noch bevor: unser Ausflug nach Guatapé.
Guatapé & El Peñol – 740 Stufen zum Traum-Ausblick
Der Tagesausflug nach Guatapé begann mit dem Aufstieg auf den berühmten El Peñol Felsen. Ganze 740 Stufen mussten wir erklimmen ziemlich anstrengend, aber absolut lohnenswert.
Oben angekommen wurden wir mit einer atemberaubenden Aussicht über die Seenlandschaft von Guatapé belohnt. Dieses Panorama gehört definitiv zu den schönsten, die wir auf unserer Reise gesehen haben.
Nach dem Abstieg ging es weiter in die farbenfrohe Stadt Guatapé, die mit ihren bunten Häusern und kunstvollen Fassaden beeindruckt.
Anschließend machten wir eine Bootstour über den See, bei der wir auch am ehemaligen Ferienhaus von Pablo Escobar vorbeifuhren. Interessanterweise lebt in dieser Region die größte Population von Flusspferden außerhalb Afrikas leider hatten wir jedoch kein Glück, eines zu sehen.
Ein letzter Stopp bei einer Farm hätte für uns nicht unbedingt sein müssen, da er wenig Mehrwert bot.
Fazit – Eine Stadt voller Wandel und Vielfalt
Medellín hat uns wirklich überrascht und begeistert. Die Stadt vereint Geschichte, Kultur, Natur und eine beeindruckende Entwicklung wie kaum eine andere.
Für uns war es eine unglaubliche Erfahrung, die wir jedem empfehlen können, der nach Kolumbien reist.
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