Zwischenstopp in Santa Marta – Tor zum Abenteuer
Santa Marta diente uns vor allem als Ausgangspunkt für eines der Highlights unserer Reise in Kolumbien: den Tayrona Nationalpark. Nach einer längeren Busfahrt von Cartagena inklusive einer überraschend gründlichen Polizeikontrolle mitten auf der Strecke erreichten wir die Stadt planmäßig.
Santa Marta selbst gilt nicht unbedingt als die sicherste Gegend Kolumbiens, weshalb wir hier bewusst nur zwei Nächte eingeplant hatten. Unser Fokus war klar: so schnell wie möglich rein in die Natur.
Abseits der Massen unser Weg in den Tayrona Nationalpark
Schon am nächsten Morgen ging es los. Statt den klassischen Haupteingang zu wählen, entschieden wir uns für eine abgelegenere Route länger, aber deutlich ruhiger und fernab der Touristenströme.
Die Anfahrt allein war schon ein kleines Abenteuer: Unser Uber-Fahrer kannte den Eingang nicht einmal. Ohne Handynetz und mit ein paar Screenshots als einzige Orientierung fanden wir schließlich doch den richtigen Weg.
Den steilen Aufstieg sparten wir uns stattdessen wurden wir kurzerhand auf Motorräder verfrachtet. Was zunächst nach einer bequemen Lösung klang, entpuppte sich als Adrenalinkick: steile, holprige Wege, bei denen wir mehr als einmal dachten, gleich rückwärts den Hang hinunterzukippen. Umso größer war die Erleichterung, als wir oben ankamen.
Von dort begann unsere Wanderung mitten hinein in den dichten Dschungel. Der Weg führte uns vorbei an kleinen Bachläufen, durch üppiges Grün und begleitet von der ständigen Spannung, was uns wohl als Nächstes begegnen würde. Und tatsächlich: Eine kleine rot-schwarze Schlange kreuzte unseren Weg. Perfekt getarnt im Laub bewegte sie sich fast lautlos vor uns entlang faszinierend und respektgebietend zugleich.
Verirrt, verschlammt und belohnt – Boca de Saco Beach
Nach einer längeren Wanderung inklusive einiger unfreiwilliger Umwege, da die Wege nicht immer klar ausgeschildert waren erreichten wir schließlich unser Ziel: den wunderschönen Boca de Saco Beach. Ein wilder, naturbelassener Strand, eingerahmt von dichtem Grün und dem türkisfarbenen Meer.
Wir gönnten uns eine Pause, legten uns in den Sand und genossen einfach den Moment. Zwar war der Strand überraschend gut besucht, doch das tat der Atmosphäre keinen Abbruch. Während ich noch die Umgebung erkundete, musste Nicole sich etwas ausruhen ihr ging es zwischenzeitlich nicht ganz so gut.
Der Rückweg hatte es dann noch einmal in sich: Die Beschilderung blieb eine Herausforderung, und so kämpften wir uns stellenweise durch knöchelhohen Schlamm. Immerhin wurden wir belohnt mit einigen Affen, die sich neugierig in den Bäumen beobachten ließen.
Irgendwann kamen uns immer mehr Menschen entgegen und plötzlich wurde uns klar: Wir waren definitiv nicht auf dem üblichen Weg unterwegs. Nachdem wir wieder auf die „richtige“ Route gestoßen waren, wurde der Weg deutlich einfacher und vor allem trockener.
Nach gut zwei Stunden erreichten wir schließlich den Haupteingang. Dort wollten wir den Bus nehmen mit Hilfe eines Einheimischen, der uns Tickets verkaufte. Das Rückgeld haben wir allerdings nie gesehen, da wir kurzerhand in den Bus „komplimentiert“ wurden. Eine kleine Lektion in Sachen Gelassenheit.
Müde, dreckig – und einfach glücklich
Zurück im Hotel waren wir erschöpft, verschwitzt und voller Eindrücke. Genau diese Art von Tagen sind es, die eine Reise unvergesslich machen.
Am Abend hieß es dann noch: Essen, packen und ausruhen denn am nächsten Tag ging es weiter in unsere nächste Unterkunft im grünen Bergparadies Minca.
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