Santa Cruz

Veröffentlicht am 20. April 2026 um 04:41

Zwischen Traumstränden, Haien und Seelöwen

Santa Cruz erreichten wir mit einem Schnellboot, das in den frühen Morgenstunden von San Cristóbal ablegte. Die Überfahrt war überraschend ruhig, denn das Meer zeigte sich an diesem Tag von seiner sanften Seite auf den Galápagos-Inseln keine Selbstverständlichkeit.

Schon bei der Ankunft im Hafen wartete das erste Highlight auf uns: Im klaren Wasser schwammen kleine Weissspitzriffhaie direkt am Steg entlang. Ein beeindruckender Empfang, der uns sofort zeigte, wie nah man hier der Tierwelt kommt.

Der berühmte Fischmarkt von Puerto Ayora

Auf dem Weg zur Unterkunft kamen wir am bekannten Fischmarkt von Puerto Ayora vorbei. Hier herrscht täglich reges Treiben: Fischer bringen ihren frischen Fang, während Pelikane geduldig auf den Marktständen sitzen und auf eine Gelegenheit hoffen. Natürlich durften auch die Seelöwen nicht fehlen sie warteten clever neben jedem Stand auf einen kleinen Snack.

Ein besonders spannender Moment war, als wir einem Fischer zusahen, wie er seinen Fang direkt auf dem Boot verarbeitete. Die Fischreste landeten im Wasser, wo bereits Haie und riesige Eagle Rays nur darauf warteten. Ein echtes Naturschauspiel mitten im Hafen.

Tortuga Bay einer der schönsten Strände der Galápagos

Kaum in der Unterkunft angekommen, zog es uns schon wieder hinaus. Lange im Hotel bleiben liegt uns einfach nicht, wir wollen entdecken. Unser Ziel war Tortuga Bay, einer der bekanntesten und schönsten Strände der Galápagos-Inseln.

Der Strand liegt im Nationalpark und ist nur zu Fuss erreichbar. Am Eingang mussten wir uns mit Name und Passnummer registrieren etwas, das uns auf dieser Reise öfter begegnete. Lustig fanden wir allerdings, dass man sich beim Verlassen nicht mehr abmelden musste. Wir dachten zuerst, das diene dazu zu kontrollieren, ob alle Besucher auch wieder zurückkehren.

Der Weg führte über einen schmalen, leicht hügeligen Pfad durch die trockene Vegetation. Zum Glück spendeten einige Bäume Schatten, denn die Hitze war intensiv. Nach etwa 45 Minuten erreichten wir die Küste.

Baden zwischen Mangroven und kleinen Überraschungen

Der erste Strandabschnitt von Tortuga Bay ist bekannt für starke Strömungen und hohe Wellen deshalb ist dort vor allem Surfen erlaubt. Zum Baden mussten wir noch ein Stück weitergehen, bis wir eine geschützte Bucht erreichten.

Dort sprangen wir sofort ins angenehm warme Wasser und genossen die erfrischende Abkühlung. Plötzlich erschrak Nicole gewaltig, als irgendein Tier ihren Zeh im Mund hatte. Leider war das Wasser sehr trüb, sodass wir nie erfahren werden, welcher freche Bewohner hier zugebissen hatte.

Die Bucht wirkte fast wie ein kleiner See, umgeben von Mangroven und ganz ruhig. In einem kleinen Naturbecken gingen wir später noch schnorcheln. Auch dort wurde Nicole erneut von einem kleinen Fisch attackiert offenbar hatte sie an diesem Tag besonders grosses Interesse bei der Unterwasserwelt geweckt. Trotz der geringen Grösse des Beckens entdeckten wir sogar einen kleinen Oktopus.

Wir genossen noch etwas die Sonne, bis uns der Parkranger freundlich Richtung Ausgang schickte der Nationalpark schliesst am Nachmittag seine Tore.

Gordon Rocks – Tauchen in der Waschmaschine

Am nächsten Tag stand für mich ein weiteres grosses Highlight an: Tauchen bei Gordon Rocks. Dieser Tauchplatz gilt als einer der berühmtesten der Galápagos-Inseln und wird wegen seiner starken Strömungen auch „The Washing Machine“ genannt.

Gordon Rocks ist der Überrest eines eingestürzten Vulkankraters und bekannt für seine spektakuläre Unterwasserwelt. Leider war die Sicht an diesem Tag nicht ganz so gut wie bei Kicker Rock, doch das Erlebnis war trotzdem unglaublich.

Wir sahen zahlreiche Hammerhaie, mehrere Galápagoshaie, Schildkröten und Eagle Rays. Besonders beeindruckend war die Kraft der Strömung. Als Taucher musste man sich immer wieder festhalten oder mit der Strömung arbeiten, während es hinter dem Kraterrand steil in die Tiefe abfällt. Ein aufregendes und unvergessliches Abenteuer.

Nicole und die Seelöwen

Während ich tauchen war, nutzte Nicole die Zeit zum Shoppen und entspannte anschliessend an einem kleinen Strand. Als ich später zu ihr stiess, war sie von mehreren Seelöwen umzingelt.

Einer nutzte den perfekten Moment, als ein anderer ins Wasser ging, und legte sich kurzerhand auf dessen Badetuch. Es war herrlich anzusehen, wie der Besitzer versuchte, den entspannten Seelöwen zu verscheuchen. Doch dieser zog einfach weiter zum nächsten freien Tuch.

Diese neugierigen und verspielten Tiere sind uns auf der Reise wirklich ans Herz gewachsen.

Weiterreise nach Isabela

Schon hiess es wieder Koffer packen und weiter nach Isabela. Auf Santa Cruz blieben wir nur kurz vor allem, weil ich unbedingt noch an diesem legendären Ort tauchen wollte. Doch wir wussten bereits, dass wir vor unserer Abreise noch einmal für eine letzte Nacht nach Santa Cruz zurückkehren würden.

An dieser Stelle muss ich Nicole ein grosses Dankeschön aussprechen, dass sie sich dafür Zeit genommen hat und all meine Tauchabenteuer so geduldig mitgemacht hat. Ohne sie wäre diese Reise nur halb so schön gewesen.

Zurück auf Santa Cruz ein perfekter Abschied

Für unsere letzte Nacht kehrten wir noch einmal nach Santa Cruz zurück. Da unser Flug am nächsten Mittag Richtung Festland ging, wollten wir kein Risiko eingehen und nicht erst am selben Tag mit dem Speedboot von einer anderen Insel anreisen. So konnten wir die Heimreise entspannt antreten und gleichzeitig noch einen letzten Abend auf den Galápagos-Inseln geniessen.

Gemeinsam mit unseren Bekanntschaften aus der Schweiz gingen wir in ein stilvolles Restaurant direkt am Meer. Die beiden waren bereits schon einmal hier gewesen und hatten freundlicherweise einen Tisch für uns alle reserviert. Das Restaurant war nur mit einem Wassertaxi erreichbar, was dem Abend noch einmal einen ganz besonderen Charme verlieh.

Während wir unser Essen genossen, schwammen im Licht der Lampen unzählige Haie direkt unter uns durchs Wasser. Dazwischen glitten immer wieder einzelne Rochen vorbei ein faszinierendes Naturschauspiel und typisch Galápagos.

Es war der perfekte Abschluss einer wunderschönen zehntägigen Reise voller Abenteuer, einzigartiger Tierbegegnungen und unvergesslicher Momente. Die Galápagos-Inseln werden uns ganz sicher noch lange in Erinnerung bleiben.

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