San Cristobal

Veröffentlicht am 20. April 2026 um 05:27

San Cristóbal – Unser Start ins Galápagos-Paradies

Nach einem ruhigen Flug hiess es endlich: Hallo Galápagos-Inseln. Doch bevor wir einreisen durften, mussten wir pro Person noch 200 USD Nationalparkgebühr bezahlen. Eine stolze Summe doch wir glauben, dass diese Gebühr hilft, die Inseln vor Übertourismus zu schützen und die einzigartige Tierwelt zu bewahren.

Unser Abenteuer begann auf San Cristóbal, der östlichsten der bewohnten Hauptinseln des Archipels. Die Insel ist bekannt für ihre spektakuläre Tierwelt, traumhaften Strände und als einer der besten Orte zum Tauchen und Schnorcheln auf den Galápagos.

Nach einem kurzen Spaziergang vom Flughafen noch mit langen Kleidern und völlig unvorbereitet auf die tropische Wärme erreichten wir unsere Unterkunft. Verschwitzt, aber glücklich über unser schönes Zimmer, hiess es: schnell umziehen und raus auf Entdeckungstour.

Nach einem kurzen Spaziergang vom Flughafen noch mit langen Kleidern und völlig unvorbereitet auf die tropische Wärme erreichten wir unsere Unterkunft. Verschwitzt, aber glücklich über unser schönes Zimmer, hiess es: schnell umziehen und raus auf Entdeckungstour.

Erste Begegnung mit den Seelöwen

Schon auf dem Weg Richtung Meer hörten wir sie. Dieses laute Bellen war unverkennbar die berühmten Galápagos-Seelöwen. Am Hafen angekommen standen wir plötzlich vor hunderten Tieren.

Wir blieben einfach stehen und genossen den Moment. Es war faszinierend, ihnen zuzusehen, wie sie spielten, sich in der Sonne ausruhten oder elegant durchs Wasser glitten. Der Geruch war zwar gewöhnungsbedürftig, aber das war uns in diesem Moment völlig egal. Wir waren einfach nur begeistert.

Auch in der Stadt waren die Seelöwen präsent. Zwar bleiben sie meist in Hafennähe, doch dort lagen sie ganz selbstverständlich auf Bänken, Stühlen oder mitten auf dem Gehweg als würde ihnen die Insel gehören.

Leguane wie aus der Urzeit

Zu den Seelöwen gesellten sich bald noch weitere Stars der Insel: Meeresleguane. Diese Echsenart ist weltweit einzigartig, denn sie frisst unter Wasser Algen und kann dafür erstaunlich lange tauchen.

Mit ihrem dunklen, stacheligen Aussehen wirken sie wie kleine Dinosaurier aus einer anderen Zeit. Dabei sind sie völlig friedlich und ernähren sich ausschliesslich pflanzlich. Es war unglaublich, diese Tiere einfach frei in der Natur beobachten zu können.

Kicker Rock – Hammerhaie und ein unvergesslicher Tauchgang

Ein absolutes Highlight war unser Ausflug zum berühmten Kicker Rock (León Dormido). Diese gewaltige Felsformation ragt aus dem Meer und zählt zu den besten Tauch- und Schnorchelspots der Galápagos.

Nicole ging schnorcheln, ich machte einen Tauchgang. Für sie war die starke Strömung eine echte Herausforderung. Immer wieder bekam sie Flossen von anderen Teilnehmern ab, trotzdem konnte sie den Ausflug geniessen und sah, wie erhofft, Hammerhaie.

Wir Taucher sprangen noch vor den Schnorchlern ins Wasser. Kurz bevor wir abtauchten, schwamm plötzlich noch ein Seelöwe um uns herum und beobachtete uns neugierig. Ich selbst bekam davon kaum etwas mit, Nicole sah es vom Boot aus.

Kaum unten angekommen, sah ich bereits die ersten Hammerhaie. Wir hielten uns an den Felsen fest und beobachteten dieses unglaubliche Schauspiel in der Strömung. Es war eine unvergessliche Erfahrung. Dazu kamen noch ein Schwarzspitzenhai und ein Weissspitzenhai.

Beim zweiten Tauchgang wartete direkt das nächste Highlight: ein riesiger Fischschwarm. Millionen kleiner Fische formten einen dichten silbernen Ball. Wir tauchten mitten hindurch plötzlich wurde es stockdunkel um uns herum. Ein Moment, den ich nie vergessen werde.

Die Strömung war dabei so stark, dass wir uns fast wie Spider-Man an den Felsen entlangziehen mussten. Immer wieder zogen Schulen von Hammerhaien elegant an uns vorbei

Traumstrände mit tierischen Badegästen

Somit blieb uns noch ein letzter voller Tag auf der Insel, bevor wir San Cristóbal bereits wieder verlassen und mit der Fähre weiter nach Santa Cruz fahren würden. Diesen wollten wir natürlich nochmals voll auskosten.

Der Tag begann mit einem längeren Spaziergang auf einer Teerstrasse zu einem wunderschönen Strand. Es war unglaublich heiss, und wir waren mehr als froh, als wir nach 45 Minuten in der prallen Sonne endlich ankamen.

Der einzige Schattenplatz dort war eine kleine Hütte, vermutlich für Rettungsschwimmer gedacht. Natürlich hatte sich bereits ein Seelöwe den besten Platz gesichert. Also mussten wir uns mit dem kleinen Schatten zufriedengeben, den die Hütte auf den Boden warf.

Danach ging es direkt ins Wasser, wo wir erneut mit den Seelöwen spielten. Die Bucht war ausserdem bekannt für grössere Meeresschildkröten und tatsächlich entdeckten wir schon nach kurzer Zeit mehrere Tiere. Es war wunderschön, ihnen beim Fressen oder beim ruhigen Gleiten durchs Wasser zuzusehen.

Später wollten wir unbedingt noch einen weiteren Strand besuchen. Dafür mussten wir allerdings komplett auf die andere Seite der Stadt. Das Navi zeigte einen Fussmarsch von rund einer Stunde an, worauf wir beide nur wenig Lust hatten. Da wir aber kein Auto hatten, blieb uns nichts anderes übrig als loszulaufen.

Zu unserem Glück kam uns an der Strasse ein Taxi entgegen, das wir direkt anhielten. Der Fahrer nahm uns mit und brachte uns zu unserem nächsten Strand.

Dort ging ich zuerst noch kurz schnorcheln, bevor wir direkt weiter zu einem letzten schönen Spot fuhren, den wir unbedingt noch bei Tageslicht sehen wollten. Es war eine kleine Bucht, und natürlich lag auch dort bereits ein Seelöwe gemütlich auf der Plattform. Also legten wir unsere Sachen zwischen den Felsen ab.

Beim gemeinsamen Schnorcheln begegneten uns viele verspielte Seelöwen. Das absolute Highlight wartete jedoch am Schluss: Ein kleiner Seelöwe spielte direkt vor uns im Wasser mit einem Blatt. Ein wunderschöner Moment und der perfekte Abschluss unseres letzten Tages auf San Cristóbal.

Unser Fazit zu San Cristóbal

San Cristóbal war der perfekte Start in unser Galápagos-Abenteuer. Die Insel ist wild, ursprünglich und voller Tiere, die hier ganz selbstverständlich den Alltag bestimmen. Ob Seelöwen am Hafen, Leguane auf den Felsen oder Hammerhaie im offenen Meer jeden Tag wartete ein neues Highlight.

Die Tage vergingen viel zu schnell, und schon bald hiess es Abschied nehmen. Mit der Fähre ging es weiter nach Santa Cruz mit unzähligen Erinnerungen im Gepäck und grosser Vorfreude auf das nächste Inselabenteuer.

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